Historie

Die Tradition der jährlichen Soma-Fahrt haben wir uns natürlich auch nach dem Vereinswechsel erhalten.

Dieses Mal ging es nach Straßburg. Ein Ziel, das wir uns bereits 2020 vorgenommen hatten, dann aber durch die Pandemie erst mal verschoben werden musste.

Donnerstag
Die Fahrt ab Friedrichsdorf nahm wenig Zeit in Anspruch, trotz des geplanten Umstiegs in Karlsruhe vom ICE in den TGV waren wir fast pünktlich in Straßburg.
Und Jörg, der mittlerweile vom Wandern aufs Radfahren umgestiegen ist, erwartete uns schon am „Le Grand Hotel“.
Leini hatte wieder einen hervorragenden Standort zwischen Bahnhof und Altstadt ausgesucht.
Bis zum Einchecken mussten wir uns freilich etwas gedulden, also haben wir schon mal das Zentrum von Straßburg erkundet. Eingerahmt von der verzweigten Ill mit ihren zahlreichen Brücken und einigen Schleusen gibt es eine richtig gut erhaltene Altstadt mit vielen historischen Gebäuden. Und mit Biergärten direkt an der Ill, einen mussten wir schließlich auch ausprobieren.
Unterwegs haben wir schon mal nach einer Sky-Kneipe Ausschau gehalten. Wir fanden ein nettes Lokal, allerdings lief gerade die Rugby-WM. Und auch für das Wochenende war höchstens die 1. französische Liga avisiert. Also weiterschauen…
Nach dem kurzen Check-In ging es zurück in die Altstadt, wir hatten auch schon ein Lokal für das Abendessen ausgewählt. Es hatte eine Terrasse an der Ill, was angesichts des tollen Wetters eine richtig gute Wahl war.
Danach ließen wir es langsam ausklingen, wobei dies in der Altstadt auch nicht schwerfällt. Denn das Nachtleben findet offensichtlich woanders statt. Aber die bei Nacht angestrahlte Kathedrale hatte auch was…

Freitag
Nach dem kontinentalen Frühstück machten wir uns wieder auf den Weg in die Altstadt, schließlich wollten wir die Kathedrale auch von innen sehen. Sie ist sehr imposant mit einem interessanten Modell für kirchliche Berechnungen. Am besten war aber der Ausblick von der Münster-Plattform über ganz Straßburg, für den wir über 300 Stufen erklimmen mussten.

Und die natürlich auch wieder runter, weshalb wir direkt eine Stärkung in einem angrenzenden Lokal mit Terrasse benötigten. Danach ging es weiter auf unserer Altstadt-Tour zur Anlegestelle für die Schiffstouren. Den Kauf von Kopfbedeckungen konnten wir zwar noch abwenden, aber das Versprechen von Bier auf dem Schiff war doch ein leeres. Naja, die eine Stunde haben wir auch so überstanden, wenngleich wir immer froh waren, wenn es unter den Brücken schattig war.

Es gab aber auch einiges zu sehen, beispielsweise die drehbare Brücke, unter die das Schiff einfach nicht durchgepasst hätte. Und schließlich auch das EU-Parlamentsgebäude, dass mit seinem modernen Stil eigentlich gar nicht in das historische Ensemble passt. 

Wieder zurück an Land zog es uns direkt aufs nächste Schiff, das freilich als Ausflugslokal umgebaut wurde. Für uns wurde extra der abgesperrte Bereich geöffnet. Wie es sich gehört für VIP’s…

Weiter ging es durch die sehenswerte Altstadt. In der „Rugby-Kneipe“ gab es eine Kleinigkeit zu essen. Am erstaunlichsten aber war, dass wir wiedererkannt wurden. Und zwar von einer Kellnerin, die am Vortag gar nicht im Dienst war. Mysteriös…

Da wir bis dato keine Sky-Kneipe gefunden hatten, kam schließlich Plan B ins Spiel: Mit der Straßenbahn fuhren wir nach Kehl auf die deutsche Seite des Rheins. Keine 200 Meter von der Endhaltestelle entfernt konnten wir einkehren und Bayern gegen Bayer schauen. Es war das erwartet interessante Spiel, nur Sasa übte schon mal für den nächsten Tag…

Das Lokal hatte auch einen schönen Biergarten, wo es zu den Getränken sogar noch eine Shisha gab.

Die Heimfahrt gelang ohne Probleme, nur Sasa hatte einen kurzen Aussetzer am Straßburger Bahnhof, der sich aber mit einem Lahmacun gut behandeln ließ.

Samstag
Am Samstag fiel das Programm naturgemäß etwas kürzer aus, weil die obligatorische Bundesliga-Konferenz anstand.

Aber für einen Bummel durch die Altstadt reichte es dennoch. Und wir fanden wieder ein nettes Lokal mit Außenplätzen, das Wetter zeigte sich nach wie vor von seiner besten Seite. Gert musste dann seine Tasche packen, weil er am Sonntagmorgen bereits wieder mit seiner Jugend unterwegs sein musste.

Aber er kam noch mit nach Kehl, um von da später die Heimreise anzutreten.

Wir verfolgten mehr oder weniger interessiert die Konferenz. Noch mehr aber Sasas Treiben am Spielautomaten. Unser Gönner holte Schein um Schein heraus – und spendete dies der Fahrt-Kasse, die sich zuvor massiv geleert hatte. Nun war sie wieder gut gefüllt – und Sasa musste sich erst mal ausruhen. 

Vor dem Abendspiel gingen wir noch zum Griechen nebenan. Mit dem Essen waren wir zufrieden, nur Jörg hatte etwas Pech mit der Reihenfolge der Bedienung.

Den letzten Abend wollten wir dann wieder in Straßburg verbringen. Aber wie es oft ist in den Touristen-Hochburgen: abends ist da recht wenig los. Zumindest in der Altstadt war es so, vielleicht hätten wir in das Studentenviertel gemusst.

Immerhin fanden wir ein Lokal mit einem Riesen-Tischkicker für 8 Leute. Leini bemängelte zwar seine „loesch“rige Abwehr, aber das war einfach „loesch“erlich.

So endete der Abend wieder vor dem Bahnhof, wo wir die Szene des Vorabends noch mal nachstellen mussten.

Sonntag
Nach dem Auschecken konnten wir das Gepäck im Hotel lassen, um noch mal eine Runde durch die Altstadt zu drehen und natürlich ein letztes Bier (oder dergleichen) zu nehmen. Die Bahn brachte uns dann ohne Umsteigen und vor allem pünktlich nach Hause.

Es war wieder eine tolle Fahrt in eine sehenswerte Stadt und in einer Gruppe, in der es wirklich Spaß macht.

Mal schauen, wohin es uns 2024 verschlägt. Es gibt da so paar Ideen für das Jubiläumsjahr der SOMA. 

Unser erstes Turnier als neuer Verein fand in Wehrheim statt, die auch erstmals ein Turnier im Sommer ausrichteten.

Leider hatten sie die gleichen Probleme bei einem solchen Turnier, die auch wir schon häufig erleben mussten: Kurzfristige Absagen unter der Woche (3), und eine Mannschaft kam dann gar nicht. Also fand das Turnier mit 8 Mannschaften, davon 3 der Gastgeber, statt.

Und das Bier war zunächst nicht kalt, sollte sich aber ändern.

Das tat unserer Vorfreude auf das erste Mal als JSF Friedrichsdorf jedoch keinen Abbruch.

1. Spiel gegen FC Neu-Anspach

Das erste Spiel begann sehr vielversprechend. Zwar versuchten die Anspacher Druck aufzubauen, aber wir standen zunächst sehr sicher.

Und unser Neuzugang Pierre – von der DJK Bad Homburg gekommen – hielt nicht nur hinten dicht, sondern erkannte nach 4 Minuten eine Situation sehr gut und startete von der eigenen Strafraumgrenze einen Konter, indem er zwei Gegenspieler stehen ließ, alleine auf den gegnerischen Torwart zulief und eiskalt verwandelte.

Auch danach konnten wir die Ordnung halten, aber die Anspacher machten es uns anfangs auch leicht. Mit der Zeit nahm der Druck zu und so kassierten wir nach einer Unaufmerksamkeit den Ausgleich. 

Offensiv fehlten uns da schon die Mittel, nur mit den langen Bällen auf Ronny kam es zu keiner Entlastung.

Schließlich drehten die Anspacher das Spiel, was auch durchaus verdient war.

Zwar bemühten wir uns weiter, aber eine echte Chance sollte sich jedoch nicht mehr ergeben.

2. Spiel gegen TSG Wehrheim I  0:2

Wieder wollten wir aus einer sicheren Defensive heraus auf unsere Chancen lauern.

Leider dauerte es gerade mal 3 Minuten, bis der Plan zunichte war. Die rechte Seite war zu offen, Sasa konnte den Schuss zwar noch abfälschen, aber dadurch hatte Michi keine Chance im Tor.

Nun mussten wir kommen, aber ähnlich wie im ersten Spiel fehlte es uns an Ideen und Anspielstationen. Und wenn sich mal eine Möglichkeit bot, waren wir nicht mutig und entschlossen genug. 

So war es für die Wehrheimer recht einfach, die Führung zu behaupten. Und mit einem schönen Angriff erhöhten sie 5 Minuten vor Schluss sogar. Damit war das Spiel auch schon entschieden.

3. Spiel gegen TSG Wehrheim III  1:0

Die auf dem Papier dritte Wehrheimer Mannschaft hatte deren 1. zum Auftakt besiegt. Entsprechend gingen sie auch offensiv in dieses Spiel und hatten gleich zu Beginn zwei Großchancen. Aber Michi war an diesem Tag ein großer Rückhalt und so konnten wir uns in dieses Spiel reinbeißen.

Auch ohne taktische Umstellung standen wir fortan besser zu den Leuten und konnten die Wehrheimer einigermaßen vom Tor fernhalten.

Und im Ballbesitz trauten wir uns mehr zu und versuchten, auch mal schnell nach nach vorn zu spielen. Zunächst zu schnell für Björn, aber dann hatte ihn Helder auf der rechten Seite frei gespielt. Und völlig untypisch für Björn schob er den Ball mit der Innenseite ins kurze Eck.

Nun konnten wir aus einer wirklich sicheren Defensive auf Konter lauern. Julian hatte auch tatsächlich zwei große Möglichkeiten, konnte sie aber leider nicht nutzen.

Trotzdem war der erste JSF-Sieg unter Dach und Fach. Der einzige Wermutstropfen war, dass wir dennoch nur Gruppenletzter hinter dem punktgleichen Wehrheim I wurden.

Spiel um Platz 7 gegen Albaum
3:2 (nach 9m-Schießen), 1:1 nach 15 min

Gegen die Sportfreunde Albaum aus dem Sauerland, die das Turnier mit ihrer Vereinsfahrt in den Taunus verbunden haben, wollten wir nun nicht Turnierletzter werden.

Dabei sorgte der einsetzende Regen für einige Ausrutscher im Spiel, aber es wurde eine interessante Partie.

Beide Mannschaften wollten gewinnen und so war es ausgesprochen abwechslungsreich mit Chancen auf beiden Seiten.

Unsere Führung gelang aber recht glücklich, als der gegnerische Torwart den nachsetzenden Sasa anschoss, worauf der Ball ins Tor trudelte.

Danach ging es hin und her, Michi rettete uns mehrfach vor dem Ausgleich. Aber irgendwann war auch er geschlagen.

So musste das 9m-Schießen entscheiden, in der letzten Zeit nicht gerade eine Stärke von uns. 

Aber nachdem Michi schon am ersten 9-Meter dran war, hielt er den zweiten mit dem Fuß.

Und da unsere drei Torschützen aus dem Spiel auch vom Punkt aus mehr (Pierre, Sasa) oder weniger (Björn) sicher trafen, holten wir den zweiten Sieg in Folge und damit den 7. Platz.